„AUFSCHWUNG Report 2009“: Gründerklima in Deutschland ist überraschend gut
beewell und euro.marcom stellen in der IHK Frankfurt Deutschlands aktuellste Umfrage unter Fachleuten für Existenzgründung vor
Frankfurt am Main, 13. März 2009 – Das Klima für die Gründung neuer Unternehmen ist in Deutschland trotz Finanzkrise und Wirtschaftsflaute gut. Mit dieser überraschend positiven Aussage wartet der „AUFSCHWUNG Report 2009“ auf. Für den auf dem Messekongress „AUFSCHWUNG 2009“ in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt vorgestellten Gründerreport wurden mehr als 1000 mit dem Thema Existenzgründung befasste Fachleute befragt. Das Spektrum reicht von Jungunternehmern über Gründungsberater und Wirtschaftsförderer bis hin zu Kapitalgebern, die in aufstrebende Unternehmen investieren. Die „AUFSCWUNG“ gilt nach Angaben des Veranstalters beewell Business Events (www.beewell.de) als Leitmesse für Existenzgründung und Unternehmertum in Deutschland. Die Umfrage erfolgte gemeinsam durch beewell und das internationale Agenturnetzwerk European Marketing Communications (euro.marcom, www.euromarcom.de).
Das Team ist am wichtigsten
Am wichtigsten für eine erfolgreiche Firmentaufe sind das Gründerteam, das sich in seinen Fähigkeiten ergänzen sollte, und eine geschickte PR-Strategie, um das Unternehmen bekannt zu machen, sind sich über 80 Prozent der Experten einig. Fast ebenso bedeutsam sind eine zündende Geschäftsidee und der Kontakt zu potenziellen Kunden, um die ersten Aufträge an Land zu ziehen, meinen rund 70 Prozent der Fachleute. Den Geschäftsplan und das Kapital halten nur etwa 40 Prozent für erfolgskritische Faktoren bei der Gründung. Als Geldgeber steht die eigene Familie, bei jungen Unternehmern in der Regel das Elternhaus, an erster Stelle, meint die Hälfte der Befragten. Ist das Geld familienintern nicht aufzutreiben, erfreuen sich private Kapitalgeber, sog. Business Angels, großer Beliebtheit, sagen ca. 20 Prozent. Ein Darlehen von der Bank oder Sparkasse hält nur ein knappes Zehntel der Fachleute für empfehlenswert.
In den ersten fünf Jahren nach der Gründung stellen laut „AUFSCHWUNG Report 2009“ Vertrieb und Marketing die wichtigsten Erfolgsfaktoren dar, stimmen gut 90 Prozent der Experten überein. An zweiter Stelle (rund 80 Prozent) steht die Flexibilität, um auf immer neue Marktanforderungen zu reagieren, an dritter Stelle (rund 70 Prozent) das Controlling, um die Kosten im Griff zu halten. Immerhin ein Drittel der Befragten räumen ein, dass auch eine gehörige Portion Glück für den ersehnten Erfolg notwendig ist.
90 % empfehlen systematische Pressearbeit
Um bekannt zu werden, empfehlen 90 Prozent der mit Existenzgründung befassten Experten eine systematische Pressearbeit. Ebenso viele raten zur regelmäßigen Teilnahme an Veranstaltungen von Wirtschaftsvereinigungen und Branchenverbänden, um Kontakte zu knüpfen. Etwa 60 Prozent der Fachleute halten Online-Marketing für sinnvoll. Gut die Hälfte empfehlen Messen und Kongresse, um sich zu präsentieren. Als größte Herausforderung für das Firmenwachstum in den ersten fünf Jahren sehen im Rahmen der beewell/euromarcom-Umfrage gut 60 Prozent der Fachleute Schwierigkeiten, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Rund die Hälfte stuft die staatliche Bürokratie als ein Haupthemmnis für Unternehmertum ein, von der Firmenanmeldung beim Handelsregister bis zum Umgang mit dem Finanzamt. Zu hohe Unternehmenssteuern sind hingegen nicht einmal für ein Drittel der Befragten ein ernsthaftes Thema. Die momentane Finanz- und Wirtschaftskrise stufen lediglich ein Fünftel als belastend für das Wachstum junger Unternehmen ein.
Unternehmer wollen ein selbstbestimmtes Berufsleben
Warum werden junge und auch ältere Menschen eigentlich Unternehmer, wollten beewell und euromarcom im Rahmen des „AUFSCHWUNG Report 2009“ wissen. Um ein selbstbestimmtes Berufsleben führen zu können, sind sich über 95 Prozent der Befragten einig. Um etwas bewirken und gestalten zu können, sagen knapp 90 Prozent. Freude am Berufsleben stellt für rund 70 Prozent die wichtigste Motivation dar. An das Vererben an die Kinder denken indes bei der Existenzgründung offenbar nicht einmal 5 Prozent. Vielmehr steht bei gut 80 Prozent der Existenzgründer nach Einschätzung der Fachleute der Verkauf der Firma im späteren Verlauf im Vordergrund. Knapp die Hälfte schließt den Verkauf an einen strategischen Investor wie beispielsweise einen Konzern ausdrücklich nicht aus. 40 Prozent wollen den eigenen Ausstieg organisieren, indem sie ihre Firmenanteile an andere Mitgründer oder verdiente Mitarbeiter abtreten. Der Börsengang ist nur für ein Zehntel ein erstrebenswertes Ziel, der Verkauf an einen Finanzinvestor wie beispielsweise einen Hedgefonds kommt für noch weniger Gründer in Frage, hat die Expertenumfrage ergeben. „Die Zurückhaltung beim Finanzmarkt ist vermutlich der derzeitigen Finanzkrise geschuldet“, mutmaßt Mireille-Gaby Siebert, Chefin des Messeveranstalters beewell Business Events.
„Die Erhöhung des Firmenwertes ist ein Riesenthema gerade in den ersten Jahren. Die Gründer wollen sich damit unternehmerische Freiheiten verschaffen, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob sie diese für einen Börsengang oder beispielsweise den totalen Ausstieg nutzen wollen“, erklärt Thomas Gronenthal, Vorsitzender der Geschäftsleitung von euro.marcom. Das PR-Netzwerk ist unter anderem darauf spezialisiert, aufstrebende Unternehmen durch strategische Public Relations neben der Umsatzsteigerung vor allem auch bei der Firmenwerterhöhung zu unterstützen. Zum Partnerkreis von euromarcom gehören Investorenzirkel wie die BusinessAngels FrankfurtRheinMain (www.ba-frm.de) und die Venture Lounge (www.venture-lounge.de), strategische Risikokapitalgeber wie der High-Tech Gründerfonds und namhafte Verlagskonzerne als strategische Investoren.
Weitere Informationen: beewell Business Events, Tel. +49 69 47868860, Fax: +49 69 24449993, E-Mail: info@beewell.de, Web: www.beewell.de
PR-Agentur: euro.marcom pr, Tel. +49 611 97315-0, E-Mail: team@euromarcom.de